Vorbereitungstipps
Lernen ist der halbe Erfolg. Lernen Sie deswegen strukturiert und ausreichend. Nur zu lesen bildet Sie nicht. Sie müssen auch die Kausalitäten verstehen. Eine rege mündliche Beteiligung ist hierfür die beste Vorbereitung. Auf drei Schwerpunkte sollten Sie sich vorbereiten:
- Faktenwissen: Lernen Sie die historischen Fakten, das heißt Ereignisse und Daten, Personennamen und vor allem Fachbegriffe. Wie jedes andere Fach verfügt der Geschichtsunterricht über feststehende Begrifflichkeiten. Diese müssen Sie zu verwenden lernen. Für eine Klausur über die Reformation sollten Sie z.B. folgende Inhalte lernen:
- Ereignisse: Thesenanschlag zu Wittenberg 1517, Römischer Prozess 1518, Reichstag zu Worms 1521, Bauernkriege 1525, Reichstag zu Augsburg 1530, Nürnberger Anstand 1532, Schmalkaldischer Krieg 1546-47, Augsburger Religionsfriede 1555
- Personen: Martin Luther, Johann Tetzel, Papst Leo X., Kaiser Maximilian I., Kaiser Karl V., Thomas Müntzer, Kardinal Cajetan
- Fachbegriffe: Protestantisch, evangelisch, römisch-katholisch, Säkularisierung, Bannbulle, Edikt, Reformation, weltlich, geistlich, cuis regio eius religio, Ketzerei, Reichstag, Kirchenspaltung, Landeskirchen, Ablasshandel, Seelenheil, Heilslehre
- Kausaldenken: Üben Sie sich im Vernetzen des Faktenwissens. Durchdenken Sie Wenn-dann-Beziehungen und werden Sie sich sicher, wie Ursprungsereignisse oder Personen das folgende Geschehen in eine Richtung beeinflussten. Hierzu ein Beispiel: "Wenn Martin Luther im Grunde nur die mangelhafte Sorge des Klerus' um das Seelenheil der katholischen Christen kritisierte und keine Kritik an der Ständeordnung äußerte, dann ist damit seine Ablehnung der Bauernkriege verständlich und dass er die katholische Kirche ursprünglich nur reformieren und nicht spalten wollte."
- Wertungsanwendung: Bilden Sie sich zu den historischen Geschehnissen und ihren gegenwärtigen Auswirkungen ein begründetes Urteil. Durchdenken Sie zum Beispiel die Folgen der Reformation für das Christentum. Werden Sie sich klar darüber, welche Zusammenhänge zwischen Reformation, Dreißigjährigem Krieg, Säkularisierung und dem Nordirlandkonflikt bestehen.