Leistungskurs
In der Qualifikationsphase ist der Zugang zum Lerngegenstand im Sinne der Vermittlung der allgemeinen Studierfähigkeit vornehmlich wissenschaftspropädeutisch ausgerichtet, d.h. Arbeitsweisen der Wissenschaft werden im Unterricht angebahnt und erprobt. Darüber hinaus werden die Unterrichtsinhalte fächerübergreifend und fächerverbindend strukturiert.
Der Schwerpunkt im Leistungskurs Geschichte liegt auf der
- systematischen Beschäftigung mit wesentlichen, die Komplexität und den Aspektreichtum des Faches verdeutlichenden Inhalten, Theorien und Modellen
- vertieften Beherrschung der fachlichen Arbeitsmittel und Arbeitsmethoden, ihrer selbständigen Anwendung, Übertragung und Reflexion
- reflektierten Standortbestimmung des Faches im Rahmen einer breit angelegten Allgemeinbildung und im fachübergreifenden Zusammenhang
Leistungskurse unterscheiden sich von Grundkursen vor allem dadurch, dass sie tiefer in den jeweiligen historischen Gegenstand eindringen und die mit ihm zusammenhängenden Fragen und Probleme intensiver analysieren und reflektieren. Durch eine gründlichere Betrachtung des Lerngegenstands soll das von den Schülerinnen und Schülern erworbene geordnete Raster historischer Ereignisse, Prozesse und Strukturen umfangreicher werden und zur Reflexion über die Komplexität und den Aspektreichtum der historischen Sachverhalte und Probleme stärker anregen. Darüber hinaus wird im Leistungskurs im Sinne einer wissenschaftspropädeutischen Arbeitsweise auch größerer Wert auf die Entfaltung eigenständiger Schüleraktivität gelegt.