Sonntag, 20. Juni 2010

Politik MIT der, statt für die, Jugend!

Die Modellschule Obersberg lud zur Diskussion.

Die Klasse 11 FOb hat sich im Rahmen ihres Politikunterrichtes mit der Thematik: „Arbeit lohnt sich wieder!; Lohnt sich Arbeit wieder?“ beschäftigt.

Im Zuge der Einheit haben die Schülerinnen und Schüler der Klasse einen Haushaltsplan erstellt anhand dessen sie festgestellt haben, dass sie im Durchschnitt 7,91€ netto pro Stunde verdienen müssten, um ihren derzeitigen Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Weiterhin arbeiteten die Schüler/-innen diverse Quellen zum deutschen Arbeitsmarkt mit seiner derzeitigen Situation auf. Sie stellten fest, dass viele Arbeitnehmer in Deutschland auf Hartz IV angewiesen sind, obwohl sie einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen. Gleichzeitig erarbeiteten sich die Schüler/-innen die Begriffe der absoluten, relativen und gefühlten Armut und kamen zu der Erkenntnis, dass es in Deutschland Arbeitnehmer gibt, die man als „arm“ bezeichnen kann, obwohl sie eine Arbeitsstelle haben. Des Weiteren durchleuchteten die Schüler/-innen die deutschen Gesetze, welche Vorschriften zur Lohnhöhe machen. Sie kamen zur Erkenntnis, dass es keine gesetzliche Grundlage gibt die einen Mindestlohn in Deutschland festlegt. Somit stellte sich den Schüler/-innen die Frage: Warum gibt es keinen Mindestlohn in Deutschland, Arbeit muss sich doch lohnen oder brauchen wir keinen? Um das ganze zu beurteilen, analysierten die Schüler/-innen verschiedene Statements zum Mindestlohn, insbesondere von Unternehmern, Angestellten und Wissenschaftlern.

Um sich jedoch ein abschließendes Urteil zu bilden, fehlten den Schüler/-innen die diversen Standpunkte der Politik. In Folge dessen wurden junge Politiker verschiedener Parteien zu einer Podiumsdiskussion zur Thematik eingeladen. Unter ihnen waren:

Philip Hinrichsmeyer (Vorsitzender des Landesvorstandes der Grünen Jugend Hessen, Bündnis 90/Die Grünen)

Arik Roller (Linksjugend solid, Die Linke)

Pascal Barthel (Vorsitzender Jusos Waldhessen, SPD)

Christian Eckhardt (Kreisvorsitzender Junge Union, CDU)

Die Diskussion wurde sowohl unter den Politikern selbst, als auch mit den Schüler/-innen mit viel Leidenschaft und Engagement geführt. Es wurden Meinungen, Argumente und Thesen ausgetauscht und bewertet, dies führte bisweilen zu einer hitzigen aber jederzeit sachlichen und fairen Debatte.

Die Schüler/-innen und die jungen Politiker empfanden diesen Vormittag als Gewinn, insbesondere für mehr Verständnis und Teilnahme am politischen Geschehen. In diesem Sinne bedankt sich die Klasse 11 FOb sowie die Modellschule Obersberg bei den Teilnehmern der Diskussion für ihr Engagement und wünscht sich für die Zukunft eine weitere Zusammenarbeit.