Interview mit dem Obersburger

Es war Zeit zu handeln!

Schulsprecherin Maike Simla über das vorerst gelöste Parkplatzproblem und weitere Baustellen

Unsere Schülervertretung ist nun über ein halbes Jahr im Amt. Zu den Amtsinhabern gehören die Schulsprecherinnen Maike Simla und Agnieszka Wypart, ihre Stellvertreterin Maria Braun, die Jahrgangsstufensprecher/innen Matthäus Drzewiecki (13), Anna Hagedorn und Ann-Brit Schiller (12), Lisa Reinmöller und Carolin Bartz (11), außerdem Jascha Gramann und Teresa Gerst (Berufliche Abteilung) sowie Marius Freund, Carolin Bartz und Laura S. (KSR-Deligierte).
Der Obersburger hat mit Maike Simla über erste Erfolge der SV und weitere Vorhaben an unserer Schule gesprochen.

Obersburger: Maike, welche Eurer Vorhaben konntet ihr bislang umsetzten?

Maike Simla: Zunächst galt es das Problem zu lösen, wie man die kaufmännische Abteilung besser in die Arbeit der SV einbinden könnte, deshalb gaben wir jedem Tutor einzeln Bescheid, wann wir uns zu einer SV-Sitzung zusammenfinden. Dieses Vorhaben scheiterte allerding an Zeitgründen, wodurch nicht jeder Vertreter anwesend sein konnte.
In den letzten Wochen gingen wir vor allem das Parkplatzproblem an, denn dieses wurde durch den beginnenden Bau der Mehrzweckhalle wirklich akut. Etliche wichtige Parkplätze drohten wegzufallen, und dem mussten wir entgegenwirken.

Obersburger: Wie habt ihr dieses Problem in den Griff bekommen, denn das Landratsamt zeigte ja bislang kaum Verständnis für die kritische Parkplatzsituation am Obersberg - und dieses Problem besteht ja nicht erst seit ein paar Wochen.

Maike Simla: Zu Beginn unserer SV-Arbeit setzten wir uns mit Herrn Radik vom Landratsamt in Verbindung, der für die Schulverwaltung zuständig ist. Dieser wies darauf hin, dass man auch Busse benutzen könne, da diese die offiziellen Verkehrsmittel seien und nicht die PKWs. Allerdings besteht hierbei das Problem, dass die Busse seit 20 Jahren viel zu überfüllt sind -und auch das sei nicht auf die Schnelle zu ändern, denn dafür seien die Verkehrsunternehmen verantwortlich. Jetzt, wo die Lage wirklich akut geworden ist und man Parkplätze am Rand der Straße, wo nun die Busse durchfahren müssen, streichen musste, und mit Strafen und Abschleppen gedroht wurde, wenn man diese Bereiche blockieren sollte, konnten wir uns nicht mehr mit Ausreden abspeisen lassen. Auch die Ausrede, dass G8 und die sich damit verringernde Zahl der fahrfähigen Schüler für Entspannung sorgen werde, konnte an der momentanen Situation nichts ändern. Wir brauchten jetzt eine Lösung!
Man machte uns nach einer Woche der Überprüfung das Angebot, Pendelbusse zwischen den Parkplätzen unten am „Aqua Fit" und der MSO einzusetzen.

Des Rätsels Lösung: Der Tartan-Platz hinter der Schule wurde zum Lehrerparkplatz umrangiert. Fotos: ar

Obersburger: Dieser Vorschlag wurde nicht in die Tat umgesetzt. Was war der Grund dafür?

Maike Simla: Eine Fahrt sollte 1,60 Euro kosten. Das wären am Tag 3,20 Euro, was einfach ein unfairer Preis gewesen wäre! Das Land wäre schließlich nicht für die Fahrtkosten aufgekommen, da wir nicht mehr schulpflichtig seien. Darum wurden die Forderungen von Seiten der Schüler nach Demonstrationen immer lauter.

Obersburger: Wie habt ihr als SV auf diese Forderungen reagiert?

Maike Simla: In einer öffentlichen SV-Versammlung sind wir durch eine Diskussionsrunde zu dem Schluss gekommen, dass eine Schüler-Demonstration am Landratsamt der einzige Weg sein konnte, uns nach über 20 Jahren Untätigkeit Gehör zu verschaffen. Also haben wir uns am folgenden Montag noch vor Beginn der dortigen Arbeitszeit mit unseren PKWs auf die Parkplätze des Landratsamtes gestellt. Wir waren zwar nicht viele Demonstranten und hatten das Problem, dass wir unsere Aktion nicht rechtzeitig angemeldet hatten, da zu kurzfristig geplant wurde und ein Wochenende dazwischen lag, doch noch während wir versuchten, das Ordnungsamt zu erreichen, wurde unsere Aktion von Erfolg gekrönt. Der Pressesprecher des Landratsamtes, Michael Adam, bot uns erneute Gespräche an, und zusammen mit Herrn Radik wurden uns, nachdem wir erklärt hatten, dass das mit den Pendelbussen nicht funktionieren werde, neue Lösungsvorschläge als Übergang angeboten, bis die 13er die Schule verlassen haben.

Obersburger: Wie sehen diese Lösungsvorschläge konkret aus, und wann wird mit deren Umsetzung zu rechnen sein?

Maike Simla: Man überprüft zur Zeit, ob die Parkplatzmarkierungen erneuert bzw. angepasst werden können, und man soll auf einem Teil der Spur parken dürfen, wo derzeit keine Busse halten, und man wird sparsamer mit Strafzetteln umgehen, wenn es nicht unbedingt nötig ist. Außerdem wird ausschließlich!) den Lehrern nun der Tartan-Platz hinter der Schule als Parkplatz zur Verfügung gestellt, das sind inzwischen 110 und 130 zusätzliche Parkplätze. Alle diese Vorhaben sollten innerhalb einer Woche realisiert sein.

Obersburger: Letze Frage: Welche Probleme seht ihr derzeit noch an unserer Schule, und habt ihr gegebenenfalls bereits Lösungsvorschläge?

Maike Simla: Bislang sind wir wirklich glücklich, dass wir das schwierige Parkplatzproblem vorerst lösen konnten. Im Moment arbeiten wir noch daran, wie man das Kommunikationsproblem mit der kaufmännischen Abteilung lösen könnte. Dabei hatten wir die Idee, Protokolle von den SV-Sitzungen in die Tutorengruppen zu geben. Wir hoffen, dass das funktionieren wird, denn sonst bekommen diese Schüler von SV-Arbeit nichts mit, obwohl sie ja zu unserer Schule gehören.

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Quelle: Obersburger Nr. 21, S. 6f.