Schülerzeitung-Nostalgie


Décolleté

Décolleté
 

Heft 1 titelt prophetisch: es würdigt den kürzlich inthronisierten MSO-Direktor bereits vor Ablauf von 100 Tagen als „guten Hirten“. Und dass die Frage von dessen Nachfolgerschaft hier und heute entschieden sei, weissagt es en passant dem wohlwaltenden „Hütehund“, mag der sich beizeiten noch so gegen sein Fatum zur Wehr setzen…

Manche der décolleté-Reportagen muten aus heutiger Sicht ebenfalls prophetisch, zugleich hoffnungslos rückwärtsgewandt an:
So porträtiert die Redaktion einen Arbeitskreis Sinti e.V., eine Gruppe überwiegend arbeitsloser Lehrer, die versucht langfristig die Lage der Sinti in Bad Hersfeld zu verbessern.
Oder sie geht dem seltsamen Gerücht über den Obersberg nach, dass dort oben Haschisch mit Löffeln gefressen werde!

In einer besonders gut recherchierten Serie zum Thema Klimaanlage an der MSO berichten Angela Hilberg und Bettina Heidkamp über vermutete und wahrscheinliche Zusammenhänge zwischen Gesundheitsschädigungen und Betrieb dieser Anlage. Im letzten Teil ihrer Reportage können die Redakteurinnen nicht ohne Stolz resümieren, dass ihre besorgniserregenden Untersuchungsergebnisse inzwischen von einer Studie des Bundesministeriums für Forschung und Technologie bestätigt wurden; man möge künftig, so die Studie, auf den Einbau von Klimaanlagen verzichten – zumindest in Schulen.
In der Schweiz sei man in puncto Klimaanlagen weiter als in diesem unserem Lande, so setzen die Schülerinnen nach, dort hat man den Mut, alte Klimaanlagen abzureißen und zur konventionellen Bauweise (zu öffnende Fenster!) zurückzukehren.
Als mittlerweile besser informierte Schulträgerschaften und -gemeinden werden MSO wie GSO dem Schweizer Beispiel tatsächlich folgen – im Zuge ihrer Asbestsanierung.

Décolleté

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