Ausbildung in IT-Berufen

Informatikkauffrau/-mann und IT-Systemkauffrau/-mann

Das Innovationstempo im Informations- und Kommunikationssektor sowie die Ausdehnung der IT-Anwendungen führten in den 90-er Jahren dazu, Ausbildungs- und Weiterbildungsaktivitäten in diesem Bereich zu intensivieren. Seit 1997 bestehen vier Ausbildungsberufe in der Informations- und Telekommunikationstechnik, von denen seit 1999 zwei Ausbildungsberufe an der Modellschule Obersberg unterrichtet werden.

Das Berufsbild der Informatikkauffrau / des Informatikkaufmanns umfasst die Analyse von Geschäftsprozessen im Hinblick auf den Einsatz von IT-Systemen, die Ermittlung des Bedarfs an IT-Systemen, die Beschaffung und Implementation von IT-Systemen, die Administration und Mitarbeiterschulung. Informatikkaufleute arbeiten auf der so genannten Anwenderseite in Industrie-, Versicherungs-, Handels- oder Bankbetrieben oder im Gesundheitswesen. 

IT-Systemkaufleute dagegen arbeiten auf der Anbieterseite im Vertrieb, in der Beratung oder führen Serviceleistungen durch und stehen den Kunden als zentrale Ansprechpartner zur Verfügung. Sie analysieren Kundenanforderungen, erstellen Angebote für IT-Lösungen, nehmen diese in Betrieb, führen entsprechende Serviceleistungen aus und rechnen Aufträge ab. 

Die Lernfelder des schulischen Rahmenlehrplans sind für beide Ausbildungsberufe nahezu identisch, so dass beide gemeinsam unterrichtet werden können. 
Die schulische Ausbildung erfolgt in enger Kooperation mit den Ausbildungsbetrieben, um die notwendige Aktualität zu gewährleisten. Als Kooperationsgremium wurde ein Arbeitskreis gebildet, dem die Lehrkräfte sowie betriebliche Ausbilderinnen und Ausbilder angehören.

Dank intensiver Fortbildung und Teamarbeit der Lehrkräfte sowie guter PC-Ausstattung der Schule kann die Ausbildung auf einem hohen Niveau erfolgen. Ein umfangreiches schulisches Projekt soll auf die selbstständige Projektarbeit vorbereiten.

Die Abschlussprüfung bezieht sich auf so genannte Kernqualifikationen aller IT-Berufe und auf die berufsspezifischen Fachqualifikationen. Der schriftliche Teil umfasst ganzheitliche Aufgaben zu den Kern- und Fachqualifikationen sowie Fragen zur Wirtschafts- und Sozialkunde. Neben der schriftlichen Prüfung ist eine Projektarbeit zu einem Thema aus dem Ausbildungsbetrieb zu erstellen, zu dokumentieren, vor dem Prüfungsausschuss zu präsentieren und in einem Fachgespräch zu erläutern. 
Da Ausbildung und Prüfung auf einem sehr hohen Niveau stattfinden, sind Abitur oder Fachhochschulreife als Eingangsvoraussetzung sinnvoll. Weiterhin sind hohes Engagement, Bereitschaft zum selbstständigen Arbeiten, Team- und Kommunikationsfähigkeit wichtige Elemente einer erfolgreichen Ausbildung.

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